Rebenwurzeln raus - mit dem "Eisernen Klaus"

Der Erhalt und die Pflege der historischen Weinbaulandschaft "Lehmener Würzlay" liegt den Lehmer Razejunge sehr am Herzen. Dazu gehört auch die Offenhaltung nicht mehr bewirtschafteter Weinbergflächen, alte Rebstöcke roden und ausreißen und wuchernde Dorn- und Schlinggewächse entfernen. Dadurch werden wieder alte Trockenmauern und Felsformationen freigelegt, wärmeliebende Kleinbiotope werden gefördert mit ihrer einzigartigen Flora und Fauna.

In einer ganztägigen Aktion haben sieben Razejunge Anfang Februar 2017 eine alte, nicht mehr bewirtschaftete Weinbergfläche in der Würzlay gerodet und gesäubert. Zuerst wurden die Dornen und Schlinggewächse entfernt, damit die Akteure an die Rebstöcke kamen. Die Stecken wurden ausgezogen, die alten Reben kniehoch abgesägt und dann kam der "Eiserne Klaus" zum Einsatz, um die Rebenwurzeln aus dem Boden auszureißen. Mit diesem robusten Gerät wurden schon zigtausende von alten Rebstöcken in den Steillagen der Terrassenmosel erfolgreich herausgerissen. Der befreundete Winzer Martin Dötsch aus Kobern stellte auf Anfrage von Razejung Dieter Möhring den "Eisernen Klaus" zur Verfügung. Die Razejunge wollten mit einem bewährten und effektiven Gerät die kräftigen Wurzeln der alten Rebstöcke wirkungsvoll entfernen.

Der "Eiserne Klaus" ist eine Kettenwinde mit einem Dreibeinständer. Ein Ständer (Bein) ist schwenkbar und so konnte die stabile Winde der jeweiligen Hangneigung angepasst werden und ein sicherer Stand war gewährleistet. Die stählerne Kette, geführt von einem profiliertem Kettenrad, wurde an ihrem unterem Ende mit einer Schlaufe um den abgeschnittenen Rebstock gelegt und festgezogen. Zwei Razejunge betätigten dann die beiden kompakten Handkurbeln an den Enden der Kettenwelle und zogen die mächtigen Rebenwurzeln aus dem Boden. Es war eine anstrengende und schweißtreibende Arbeit. Die Mannschaften an der Kettenwinde wurden mehrmals ausgewechselt. Besonders routiniert zeigten sich die Razejunge Hermann Waldecker und Hans-Georg Schmidt.

Über 180 Rebenwurzeln wurden so ausgerissen und anschließend mit dem abgeschnittenem und zusammengeharktem Gestrüpp vor Ort verbrannt. Am Ende des Arbeitstages war die alte Weinbergfläche ordentlich gerodet und gesäubert. Mächtige Felsparteien und kunstvolle Trockenmauern sind nun wieder zu bewundern. Im kommenden Frühjahr werden sich typische Weinbergpflanzen und -blumen ansiedeln sowie Reptilien und farbenfrohe Schmetterlinge.

  • Razejungen-Wingert
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